Kühlkettenpflichtige Medikamente richtig und gut kühlen

In Deutschland gibt es ca. 250 kühlkettenpflichtige und rund 2.000 kühlpflichtige
Medikamente. Während sich kühlpflichtige Medikamente, wie z. B. Insuline, kurzfristig über + 8° C erwärmen dürfen, müssen kühlkettenpflichtige Arzneimittel (z. B. der TNF-alpha-Blocker Humira gegen Rheuma) unbedingt innerhalb des vorgeschriebenen Temperaturbereiches von + 2° C bis + 8° C gehalten werden.

Was aber für kühlketten- und kühlpflichtige Präparate gleichermaßen gilt:
Sie dürfen auf keinen Fall unter 0° C gelagert oder transportiert werden!
Bei Minus-Temperaturen können die Substanzen einfrieren und in ihrer kristallinen Struktur verändert werden.
Besonders achtsam sollte man bei mitgeführten Ampullen oder Spritzen sein.

Unter 0° C können im Glas feinste Haarrisse entstehen, durch die es zu
Verunreinigungen der Medikamente kommen kann.

Die Folge: Mögliche gravierende Unverträglichkeiten und Nebenwirkungen. Auch Wirkungsverluste der Medikation mit gesundheitlichen Folgen für den Betroffenen
sind möglich. Letzteres führt häufig zu unnötigen Dosisveränderungen oder
Therapie-Umstellungen, obwohl „lediglich” die Kühl(ketten)pflicht nicht sorgfältig beachtet wurde. Doch dies ist nicht immer die Schuld des Patienten, denn dieser verlässt sich auf die Tauglichkeit von Kühltaschen, v. a. wenn er diese über eine Apotheke bezogen hat.

 

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